Rutschunfälle sind vermeidbar
Stolpern, Rutschen und Stürzen zählen zu den häufigsten Ursachen von Arbeitsunfällen in Industrie und Gewerbe. Besonders kritisch sind Treppen, Rampen, Laderampen, Podeste, Nassbereiche und Maschinentritte. Rutschhemmende Klebebänder sind hier eine schnelle, nachrüstbare Lösung – ohne bauliche Eingriffe, mit sofortiger Wirkung.
Als Klebeband-Spezialist und Converter kennen wir beide Seiten: die Klebtechnik (Haftung, Untergründe, Zuschnitt) und die Sicherheitsanforderung.
Was rutschhemmende Bänder sind
Antirutschbänder – bekannt unter anderem als 3M Safety-Walk – bestehen aus einer selbstklebenden Trägerfolie mit einer abriebfesten, mineralisch bestreuten Oberfläche. Diese Körnung erzeugt Grip, je nach Ausführung auch bei Nässe, Öl oder Staub.
- Grobkorn (Standard): hohe Rutschhemmung für Industrieböden, Treppen und Rampen – für Schuhwerk.
- Feinkorn: für Barfußbereiche, Sanitär und Umkleiden – angenehmer, gut zu reinigen.
- Für Nassbereiche (Aqua): optimiert für stehendes Wasser (Schwimmbad, Lebensmittel, Küchen).
- Konturiert/geriffelt: ohne Mineralkorn, für hohe Hygieneanforderungen.
- Warnmarkierung schwarz-gelb: Rutschhemmung plus optische Warnung an Stufenkanten.
- Nachleuchtend (fotolumineszierend): markiert Fluchtwege und Stufen bei Stromausfall.
→ Alle rutschhemmenden Bänder im Shop ansehen – darunter die komplette 3M-Safety-Walk-Reihe (Universal Typ 1, Extra Stark Typ 4, Nasszone Typ 3, Kantenversiegelung).
Wo sie zum Einsatz kommen
Treppenstufen und -kanten · Rampen und Laderampen · Podeste und Bühnen · Leitern und Tritte · Maschinen- und Fahrzeugeinstiege · Nass- und Spritzwasserbereiche · Transport- und Staplerflächen · Fluchtweg- und Kantenmarkierung.
Rutschklassen verstehen (R-Werte)
Die Rutschhemmung für Schuhbereiche wird nach DIN 51130 in Bewertungsgruppen von R9 bis R13 eingeteilt (R13 = höchste Hemmung). Für nassbelastete Barfußbereiche gelten zusätzlich die Gruppen A/B/C nach DIN 51097. Die ASR A1.5 (Technische Regeln für Arbeitsstätten) verlangt für Verkehrswege einen der Nutzung angemessenen Rutschhemmwert – die konkrete Anforderung richtet sich nach dem Arbeitsbereich.
Faustregel: trockene Innenbereiche R9–R10 · feuchte/gewerbliche Bereiche R11–R12 · Öl-/Fettbelastung R12–R13.
Auswahl in vier Schritten
- Untergrund: glatt oder strukturiert, saugend oder dicht? Metall, Beton, Fliesen, Holz, GfK? Bestimmt Klebstoff und Körnung.
- Belastung: Schuhwerk oder barfuß; trocken, nass oder ölig; Fuß- oder Radverkehr; Reinigungsart.
- Rutschklasse: nach Bereich (siehe oben) – im Zweifel eine Stufe höher.
- Form und Format: Rolle, Streifen, Stufenzuschnitt, Punkte oder Kantenprofil.
Sauber verarbeiten – hält länger
- Untergrund sauber, trocken und fettfrei vorbereiten (Reiniger/Isopropanol).
- Band bei über 10 °C verarbeiten.
- Satt und blasenfrei andrücken; Anrollen erhöht die Haftung, Kanten besonders sorgfältig.
- Auf porösen/strukturierten Untergründen ggf. Primer einsetzen.
- Anfangshaftung einige Stunden aushärten lassen, bevor die Fläche voll belastet wird.
Warum über einen Converter
Als Klebeband-Converter liefern wir nicht nur die Rolle, sondern das einbaufertige Teil: Stufenzuschnitte auf Maß, Kantenprofile, gestanzte Formen und Warnmarkierungen in Ihren Abmessungen – plus Beratung zur passenden Ausführung und Rutschklasse.
Beratung zu rutschhemmenden Bändern? Sprechen Sie uns an – wir empfehlen die passende Ausführung für Ihren Einsatzbereich. Direkt zum Sortiment: Antirutschbeläge im Shop.
